Google macht sich interessant
Montag, 21. November 2005Mit neuen kostenlosen Diensten wie Google Sitemaps und Google Analytics macht sich die Suchmaschine für Webmaster transparent und somit interessanter. Natürlich ist diese Offenheit nicht ganz uneigennützig.
Am 14.11.2005 führte das Unternehmen Google Analytics ein. Dabei handelt es sich um eine Webseitenstatistik, die dem Webmaster erlaubt, die Besucher der eigenen Websites etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Vorteil ist, dass gleich mehrere Websites zentral analysiert werden können und dass man auch anderen Usern den Zugriff auf bestimmte Statistiken geben kann. Die Auswertung erfolgt recht komfortabel in ansehnlichen Diagrammen (Flash-Player notwendig). Für die Nutzung braucht man lediglich einen Google-Account – der Dienst selbst ist vorerst kostenlos, sofern die Page Views unter 5 Mio. im Monat bleiben.
Die Haken an der Sache: Liegen die Page Views über 5 Mio., benötigt man ein aktives Google Adwords-Konto, durch das wiederum Kosten entstehen – in welcher Höhe die Kosten liegen müssen, lässt Google offen. Weiterhin muss ein JavaScript-Code in alle Seiten eingebunden werden, so dass Besucher ohne bzw. mit deaktiviertem JavaScript nicht zählen. Und Google behält sich vor, die gesammelten Daten zu Marketing-Zwecken zu verwenden.
Außerdem ist heute der Funktionsumfang von Google Sitemaps erweitert worden. Nun können neben der Anmeldung per XML-Datei auch Statistiken abgerufen werden, die darüber informieren, welche Seiten indiziert wurden und unter welchen Suchbegriffen die Seiten gefunden und auch angeklickt werden.
Die Verknüpfung mit dem Google Adwords-Konto legt doch nahe, dass es primär um den Gewinn und die Bindung neuer Kunden für die kostenpflichtigen Dienste geht, denn daran verdient sich Google derzeit dumm und dämlich.
Mehr dazu:
Golem.de – Google Analytics
Golem.de – Googles Gewinn
Google Sitemaps
Google Analytics
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